(((unterholz))) präsentiert Jewegni Roppels MAGNIT – Ausstellung und Konzerte

/// 24/03 /// Jewegni Roppels MAGNIT \\\ 25/03 \\\

A Journey Into Siberian Occultism and Altaian Mysticism by Photographer Jewgeni Roppel (vernissage)
featuring 2 nights of hypnotic Drone and throbbin Dark Jazz

24/03, 8 pm
Tortusa with Inge Breistein (NOR, Jazzland Recordings)
Stefkovic van Interesse (Leipzig, Bells’ Echo)

25/03, 8 pm
Nordra (US, Sige Records)

(((unterholz))), Arthur-Hoffmann-Str.47, 04107 Leipzig
www.das-unterholz.com

Sibirien – mit seinen Menschen verschlingenden Wäldern, seinen Tälern aus langen Schatten und Gipfeln aus ewigem Eis – ist eine der letzten weitgehend unbekannten Welten auf diesem Planeten; ein Ort, an dem noch möglich scheint, was andernorts nachweislich nicht mehr sein kann. Aus dem Land der Gulags ist ein seltsamer Hoffnungsort geworden. Sibirien, das für Generation nach Verbannung, Tod und Vergessen klang, bedeutet für manche nun Verheißung. Ein Magnet für Zivilisationsverweigerer, Aussteiger, Sinnsucher. Shambala im Altai. Sie scharen sich um Prediger neuer und uralter Wahrheiten. Unerhörte Kulte tragen Leben zurück in entvölkerte, verfallene Dörfer. Schamanen bauen Schreine für vom Himmel gefallenes Magnetgestein – und wer selbst nicht glaubt, der kann doch spüren, wie diese himmlischen Artefakte ihre Umgebung mit einer unerhörten Energie durchstrahlen.

Der Fotograf Jewgeni Roppel hat sich viele Monate unter die neuen und alten Kulte des Altai begeben, er hat Schamanen getroffen und Prediger, New Age Kommunen und Eremiten – und für diese zwei Abende der Vernissage zu seiner Ausstellung „Magnit“, an denen er selbst anwesenden ist, hat er nicht nur unglaubliche Geschichten und ergreifende Fotos für uns mitgebracht – sondern auch so einen überirdischen Magnetstein.

Die zweitägige Vernissage wird musikalisch begleitet und eingerahmt von drei Künstlern, die selbst Soundwelten durchschreiten; zwischen pulsierendem Dark Jazz und hämmerndem Drone, mitunter zaghaft betupft mit folkigen Melodien.

Am 24. März stimmt Stefkovic van Interesse (Leipzig, DŌMU, Bells Echo) seine Sounds genau mit den Bildern Roppels ab. Seit ungefähr 3 Jahren kollaboriert Jewgeni Roppel mit dem Leipziger Klangkünstler, der aus Field Recordings des Fotografen Klanglandschaften erschafft, die den weiten, fernen Horizont in den Fotos und Geschichten Roppels noch viel abenteuerlicher auf die Besucher wirken lässt.

Aus Norwegen kommen Tortusa, dicht gewebt in dunkle, bebende Soundschichten, unaufdringlich akzentuiert vom Instrument des Saxofonisten Inge Breistein – ein Klang, genau so bedrohlich wie sofort verfangend, warm und doch voller schöner Schauer, wie eine Geisterfaust aus dem Midnight Radio. Das gemeinsame Debüt erscheint auf dem Renommierlabel Jazzland Recordings.

https://www.youtube.com/watch?v=Ebc9qKQywy8

https://soundcloud.com/tortusa

https://www.facebook.com/tortusamusic/

https://www.facebook.com/jazzlandrec/

Die Vernissage, das Minifestival, wird auch Sonntag Abend fortgesetzt. Neben weiteren Lagerfeuergeschichten von Magnetkult und Schamanismus im Altai erwartet uns um 20 Uhr der Auftritt von Nordra aus Seattle. Die Künstlerin Monika Khot behaucht knisternde Elektronik und hartnäckig in die Eingeweide kickende Reverbs mitunter mit zart- entrücktem, folkigem Gesang – also nicht ganz von ungefähr erscheint das aktuelle Album bei SIGE Records, dem Label von Aaron Turner und Faith Coloccia. Zwischen Mammifer und Menace Ruine passt auch Nordra noch ganz gut rein.

https://sigerecords.bandcamp.com/album/nordra

https://www.facebook.com/SigeRecords/