Bells‘ Echo II w/ Warm Graves, WIRUS & Dōmu

bells_echo(((unterholz))) präsentiert

Auch in diesem Jahr planen wir bei uns wieder ein paar feine Konzertabende. Aber der Chor und das ganze Ensemble, die für die Neuauflage des sensationellen Bells‘ Echo II w/ Warm Graves, WIRUS & Dōmu zusammenkommen, das ist dann doch wieder eher ein Event in der Größenordnung, für die Kirchen heuer noch ganz geil taugen … also nicht hier, im (((unterholz))) aber mit feuerundflammigster Unterstützung dieses Jahr in der Paul Gerhardt Kirche in Connewitz.

Freitag, 31. März 2017, 20:00 Uhr
Paul-Gerhardt-Kirche
Leipzig Connewitz, 04277 Leipzig
Tickets • 15€ + VVK-Gebühr via Culton Ticket & TixforGigs

BELLS‘ ECHO 2017 • PAUL GERHARDT KIRCHE

Bells‘ Echo — die Klarheit des Klanges der Glocke ist dem Abstand des Zuhörers zu jener zu verdanken. Verstärkt durch kalte Wände verschwimmt der Glockenklang im Inneren des Turms und entwickelt sich zu einem verdichteten Schalldunst im sakralen Raum.

Wir öffnen die Türen zu einer neuen Ausgabe von Bells Echo: Vom Westen verschlägt es uns nach Süden in die Paul-Gerhardt-Kirche. Erneut geht es darum, atmosphärisch-vertrakte Soundstrukturen in einem solch voluminösen Klang- und Hall-Körper wie einer Kirche durch eine exklusive Auswahl von Künstlern zur maximalen Entfaltung zu bringen.

:PROGRAMM:

D ō m u

Frisch aus der Taufe gehoben verbindet das audiovisuelle Projekt D ō m u die sphärisch, teils akusmatischen Klanggestaltungen von Stefkovic van Interesse mit polyrhythmischen Strukturen von WARM GRAVES Schlagzeuger Zar Monta Cola, der seine Inspiration zu einem großen Teil aus der traditionellen Musik ferner Kulturkreise schöpft. Unterstützt wird das Duo durch Live-Projektionen des Video-Künstlers GenPi, der als fester Bestandteil des Projekts die klanglichen Konstrukte in visuelle Szenerien übersetzt.

„W i r u s“: Alex Röser, Stefkovic van Interesse & Chor Beau

„W i r u s“ ist eine dystopische Erzählung für Orgel, Chor und elektronisches Zuspiel, die sich mit der Zukunft des Menschen auf einem von ihm brachgelebten Planeten auseinandersetzt. In vier Akten vermittelt das Stück die Vorstellung, wie eine ganze Spezies (wiederholt) ihre Heimat aufgeben muss und letztlich nur entmaterialisiert als „künstliche“ Intelligenz Ressourcenmangel und klimatische Veränderung zu überdauern vermag.
Musik und Text stammen von WARM GRAVES Keyboarder Alex Röser. Elektronische Interludien von Stefkovic van Interesse in Zusammenarbeit mit Alex Röser. Gesungen wird „W i r u s“ vom Leipziger Ensemble Chor Beau unter Leitung von Franziska Kuba.

W a r m G r a v e s

Das Leipziger Trio W a r m G r a v e s kehrt nach dem Debütalbum „Ships Will Come“ mit neuem Material auf die Bühne zurück. Wieder lieferten dystopische Science-Fiction-Stories den kreativen Input der teils sphärischen, teils dunkel-treibenden Klangwelten. Eine dichte Melange aus abstrahierten Synthesizer-Sounds, nebulösen Gitarrenklängen und undurchsichtigen Rhythmen stellt die Manege für einen unaufdringlich widerhallenden Gesang, der als düstere Elegie Bilder einer noch düsteren Zukunft zeichnet.
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The clarity of the bell’s sound is indebted to the lack of proximity of the listener. Reinforced by cold walls, chimes blur in the interior of the tower, and become a dense acoustic mist. An interpretation of the aural violence in the center of the bell – it’s echo – asks the audience’s auditory capacity. Bells‘ Echo is a presentation of it’s phonetic nexuses.

Bells Echo • Rückblick/Review: https://vimeo.com/149563429